Spatenstich für neues Wohnquartier in Heidelberg-Rohrbach

Feierlicher Spatenstich für das neue Wohnquartier in Heidelberg-Rohrbach mit Vertreterinnen und Vertretern der Stiftung Schönau, der Evangelischen Kirche in Heidelberg sowie der Projektbeteiligten
Mit dem feierlichen Spatenstich hat die Stiftung Schönau den Baubeginn für ein neues Wohnquartier zwischen der Heinrich-Fuchs-Straße und dem Lindenweg im Heidelberger Stadtteil Rohrbach eingeläutet. Auf dem Gelände eines ehemaligen evangelischen Gemeindezentrums entstehen bis 2027 insgesamt 33 Mietwohnungen sowie eine gemeinsame Tiefgarage. Das Projekt leistet einen konkreten Beitrag zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarkts in Heidelberg und steht exemplarisch für den verantwortungsvollen Umgang mit kirchlichen Flächen.
Das Areal blickt auf eine lange kirchliche Nutzung zurück: Über Jahrzehnte befanden sich hier ein Kindergarten, ein Gemeindehaus und das Pfarramt. Mit der Aufgabe des Standorts durch die Kirchengemeinde eröffnete sich die Möglichkeit, die Fläche neu zu entwickeln. Der Stadtkirchenbezirk hat das Grundstück der Stiftung Schönau im Erbbaurecht überlassen. Gemeinsam verfolgen beide Institutionen auf diesem Grundstück das Ziel, qualitätsvollen und lebenswerten Wohnraum zu schaffen.
Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die Verbindung von Bestandserhalt und Neubau. Der vollständige Abriss des Bestands war nicht gewollt, daher bilden der Erhalt und die Weiterentwicklung des ehemaligen Pfarramtsgebäudes die Grundlage der Planung. Das Architekturbüro entwickelte auf dieser Basis ein Ensemble aus drei Baukörpern: Das Bestandsgebäude wird umfassend saniert, erweitert und zu zehn Mietwohnungen umgebaut. Ergänzt wird es durch zwei dreigeschossige Neubauten mit insgesamt 23 weiteren Wohnungen.
Die Gebäude gruppieren sich um zwei erhaltenswerte, gewachsene Bäume im Innenhof und fügen sich maßvoll in die umgebende Bebauung ein. Auf rund 2.150 Quadratmetern Grundstücksfläche entstehen etwa 2.685 Quadratmeter Wohnfläche. Alle Neubauten sind barrierefrei erschlossen und verfügen über Aufzüge.
Auch energetisch setzt das Projekt hohe Standards: Das Bestandsgebäude erreicht den KfW-55-Standard, die Neubauten werden im KfW-40-Standard errichtet. Die Wärmeversorgung erfolgt über Fernwärme der Stadtwerke Heidelberg, alle Wohnungen werden mit Fußbodenheizung ausgestattet. Der Erhalt des Bestands vermeidet zudem graue Energie und leistet einen wichtigen Beitrag zum ressourcenschonenden Bauen.
Die Tiefgarage bietet 19 Stellplätze und sorgt für eine kompakte Unterbringung des ruhenden Verkehrs. Die Erschließung des Quartiers erfolgt sowohl über die Heinrich-Fuchs-Straße als auch über den Lindenweg.
Die Bauarbeiten haben im Januar begonnen. Der Abschluss der Rohbauarbeiten ist für Sommer 2026 vorgesehen, die Fertigstellung des gesamten Quartiers für September 2027.
Skizze des Wohnquartiers Heinrich-Fuchs-Straße mit Bestandsumbau und zwei Neubauten:



