Aus Tradition der
Zukunft verpflichtet

NachhaltigkeitÖkonomisch, ökologisch und sozial
verantwortlich handeln

Die Stiftung Schönau steht seit rund 460 Jahren für nachhaltiges Handeln. Dahinter steht der Grundgedanke einer Stiftung, die per se den Ewigkeitsgedanken in sich trägt und ihr Vermögen für kommende Generationen bewahren möchte.

Jede Aufgabenstellung beinhaltet für uns alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit. Für uns ist eine ausgewogene und dauerhafte Balance zwischen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, ökologischer Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit in der täglichen Arbeit selbstverständlich.

Exemplarisch zeigen wir dies nachfolgend an einigen Beispielen aus den verschiedenen Tätigkeitsfeldern.

WohnimmobilienRendite vereint mit
sozialer Verantwortung

Soziale Nachhaltigkeit durch hohe Wohnqualität, bezahlbarer Wohnraum und lebendige Quartiere sind bei jeder Stadtplanung wichtig, so auch in Heidelberg.

Beim Neubauprojekt Campbell Baracks bestand die Auflage, dass 32 der 38 Wohnungen öffentlich gefördert sind. Die Wohnungen sind zum einen mit Wohnberechtigungsschein und zum anderen mit einer Bezugsberechtigung der Stadt Heidelberg bereit zu stellen. Die Rendite ist somit geringer, als auf dem freien Wohnungsmarkt erzielt werden könnte. Wir haben uns wohlwissend dieser Tatsache dazu entschieden, das Projekt durchzuführen. Wir als Stiftung sind laut unserer Satzung verpflichtet Erlöse zu erzielen. Gleichzeitig sind wir unserer Verantwortung bewusst, allen Bevölkerungsschichten einen Wohnraum anzubieten. Das Neubauprojekt Campbell Baracks in Heidelberg verbindet somit soziale Nachhaltigkeit mit der notwendigen Wirtschaftlichkeit.

  • moderne Dachgeschosswohnung in den Campbell Baracks
  • Neubauprojekt der Stiftung in den Campbell Baracks in Heidelberg
Blühwiese mit vielen bunte Blumen vor einem Kornfeld

PACHT UND ARTENVIELFALTGemeinsam
für Artenvielfalt
und Naturschutz

Landwirte sorgen seit jeher durch Ackerbau und Beweidung für eine artenreiche und vielfältige Kulturlandschaft. Eine intensive Bewirtschaftung mit immer größeren Feldern bringt dieses Erbe jedoch zunehmend in Gefahr. Die Stiftung Schönau möchte ihre Pächter für die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen auf ihren Pachtflächen gewinnen. Beraten wurde wir vom Projekt „Fairpachten“ der NABU- Stiftung Nationales Naturerbe.

Bereits kleine Maßnahmen können wahre Wunder bewirken: Ob Blühstreifen, Stoppelfelder, Mischfruchtanbau oder Wieseninseln, um nur einige zu nennen.  Der Pächter bestimmt bei der anstehenden Pachtverlängerung selbst, welche der Maßnahmen er umsetzen möchte.

Im Gegenzug belohnen wir das Engagement, indem wir auf eine Erhöhung der Pachtzinsen verzichten.

Sie sind einer unserer Pächter? Mehr Informationen finden Sie im Flyer Fairpachten oder sprechen Sie uns direkt an.

PEFC zertifiziertes Holz als Holzpolder im Wald

Forst natürlich PEFC – zertifiziertNachhaltigkeit
sichtbar machen

Für uns ist es selbstverständlich, dass wir unseren Wald nachhaltig bewirtschaften. Sprich so, dass die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion auf Dauer erhalten bleibt. Aus diesem Grund sind unsere Waldungen bereits seit 1999 nach PEFC (Pan European Forest Certification) zertifiziert.

Die Zertifizierung ermöglicht es Firmen gezielt Holz aus nachhaltiger Quellen zu beschaffen. Auch der Verbraucher kann beim Kauf von PEFC-zertifizierten Produkten aktiv eine nachhaltige Waldbewirtschaftung unterstützen und dazu beitragen, dass vorbildlich bewirtschaftete Wälder auch künftigen Generationen erhalten bleiben.

WohnimmobilienWohnungsbau mit Holz
aus dem Stiftungswald

Das Holzbauprojekt der Stiftung Schönau in Brühl verbindet die drei Ziele der Nachhaltigkeit:

Ökologie: Wir bauen vier Mehrfamilienhäuser in ökologisch nachhaltiger Holzbauweise mit Holz aus unserem eigenen, nachhaltig bewirtschafteten Forst. Der Rohstoff Holz bindet dabei langfristig erhebliche CO₂-Mengen. Bei der Planung wurde der gesamte Lebenszyklus der Gebäude betrachtet. Zur Wärmeversorgung der Gebäude werden PV-Anlagen und Wärmepumpen eingesetzt, die weitgehend CO₂-neutral arbeiten. Recycling-unfreundliche Kompositbaustoffe werden vermieden.

Soziales: Holz schafft als natürlicher, atmungsaktiver sowie wärme- und feuchtigkeitsregulierender Baustoff eine hohe Wohnqualität. Der Einsatz vorgefertigter Holzbauteile und die Dämmeigenschaften von Holz führen zu deutlichen Kostensenkungen und damit zu bezahlbarem Wohnraum. Für eine hohe Nutzerfreundlichkeit werden die Wohneinheiten barrierefrei beziehungsweise barrierearm und teilweise als “Schaltwohnungen“ mit flexiblem Grundriss ausgestaltet.

Ökonomie: Das Holzbauprojekt in Brühl verbindet ökologische und soziale Nachhaltigkeit mit der notwendigen Wirtschaftlichkeit. Trotz aufwändiger, mehrstufiger Planung zur Evaluierung der Nachhaltigkeitsziele sind die Renditen auskömmlich. Das müssen sie auch sein, schließlich muss die Stiftung Schönau zur Erfüllung ihres Stiftungszweckes Erträge erwirtschaften.

Zeichnung des zukünftigen Sophien Carrees in Karlsruhe. Man sieht einen modernen Neubau mit Balkonen und großen Fenstern.

WohnimmobilienGelungener Spagat
zwischen Wohnraum
und Grünflächen

Die soziale Verpflichtung, auch in der Innenstadt den dringend benötigten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, kollidiert häufig mit der ökologischen Herausforderung, mehr Grünflächen bereit zu stellen.

Bei der Entwicklungsfläche Sophien Carrée war es eines der Ziele, beiden Anforderungen zu entsprechen. Die drei Grundstückseigentümer Hans Eberhardt GmbH, Katholische Kirche und Stiftung Schönau arbeiten bei der Gestaltung des Areals deshalb eng zusammen.

So entstehen auf dem Areal in Summe 100 Mietwohnungen, womit dringend benötigter Wohnraum geschaffen wird. Gleichzeitig wird in der Gesamtschau nach der Fertigstellung der Baumaßnahmen mehr Grünfläche sein als aktuell: Auf dem gesamten Areal nimmt die ausgewiesene Grünfläche inklusive Dachbegrünung um 5.000m² zu. Die Grünfläche auf der Tiefgarage wurde so gestaltet, dass darauf auch großkronige Bäume einen Lebensraum finden.

zwei Falken brüten über ihrem Gelege

Baupflicht und ÖkosystemWanderfalken bei uns
in der Heiliggeistkirche zu hause

Die Heiliggeistkirche in Heidelberg ist nicht nur bauhistorisch und kunstgeschichtlich eine Preziose in Heidelberg, sie ist auch wichtiger Bestandteil des Heidelberger Ökosystems. Mit unserer tatkräftigen Unterstützung brüten in ihr seit vielen Jahren Wanderfalken, die über ein Schulprojekt betreut werden. Zu beobachten sind diese Tiere auch über eine Webcam, deren Bilder während der Brutzeit live zu sehen sind.

Und das ist nur ein Beispiel für die Vereinbarkeit der Baupflicht mit den Bedürfnissen unseres Ökosystems.

Forst: Biotop- und ArtenschutzLebensraum in unseren Wäldern
schützen und bewahren

Eine wichtige Rolle spielt hierbei das Biotop- und Artenschutzkonzept der Stiftung Schönau:
Dies gibt den Schutz von Habitatbäumen, Habitatbaumgruppen und ganzen stillgelegten Beständen vor. Ein Habitatbaum ist ein lebender oder abgestorbener Baum, der Insekten, Vögel usw. einen Lebensraum bietet.

In allen Revieren gibt es verschiedene Biotope. Insbesondere sind dies Feuchtbiotope, artenreiche stufige Waldbestände oder das gezielte Mähen von Blühflächen.

Unsere Förster1 und Forstwirte1 überwachen und pflegen mehrere Naturschutzgebiete und wertvolle Biotope. So z. B. der Roberner See mit dem angrenzenden Wiesental, das Elztal bei Buchen im Odenwald, das Greiner Tal bei Schönau Nähe Heidelberg und mehrere Steinbrüche, in denen seltene Vogelarten nisten.

Bei der Pflege und Durchforstung der Wälder fördern unsere Mitarbeitenden Baumarten- und Strukturvielfalt und erhalten damit eine größtmögliche Biodiversität.

Neben heimischen Baumarten wie Buche, Eiche oder Weißtanne, setzen wir im Zuge des Klimawandels auch verstärkt auf klimatolerantere Baumarten wie z.B. die Douglasie, verschiedene Eichenarten, Baumhasel, Linde, aber auch Baumarten, die bis jetzt ihre Heimat im Mittelmeerraum hatten, wie z.B. Zedern.

  • 2 blaue Libellen auf Seerosenblättern
  • Robener See - Biotop der Stiftung Schönau