Stiftung allgemein

Jahresbericht 2020

·3 Min. Lesezeit
Jahresbericht 2020 der Stiftung Schönau liegt auf einem Holztisch

Vielfältiger gesellschaftlicher
Nutzen:

Die Stiftung Schönau konnte trotz Corona-Pandemie und einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld das Geschäftsjahr 2020 erneut erfolgreich abschließen. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht hervor. Das Immobilienunternehmen der Evangelischen Landeskirche in Baden konnte für den unmittelbaren Stiftungszweck im Jahr 2020 mit 17 Millionen Euro fast 1,2 Millionen Euro mehr bereitstellen als im Vorjahr. Damit leistet die Stiftung einen wertvollen Beitrag zur Finanzierung kirchlichen Bauens und von Pfarrstellen. Gleichzeitig schafft sie durch verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln vielfältigen gesellschaftlichen Nutzen. Trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen blickt die Stiftung Schönau verhalten optimistisch in die Zukunft.

Das Geschäftsjahr 2020 der Stiftung Schönau war maßgeblich durch die Folgen der Corona-Pandemie geprägt. Die anhaltende Niedrigzinsphase, steigende Baukosten und der Preisverfall auf dem Holzmarkt sorgten für weitere Herausforderungen. „Trotzdem ist es uns gelungen, erneut ein ausgesprochen gutes Ergebnis zu erzielen“, meint Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schönau. Das zeige, dass die Stiftung durch aktives Portfoliomanagement und effiziente Steuerungsinstrumente außerordentlich krisenfest aufgestellt sei. Die vorausschauenden Investitionen in eine moderne digitale Infrastruktur machten sich auch bei der Bewältigung der Corona-Krise bezahlt. „Innerhalb kürzester Zeit war die Stiftung bei bestmöglichem Gesundheitsschutz für die Beschäftigten mit Homeoffice und Web-Meetings wieder arbeitsfähig“, so Strugalla weiter. Ein wichtiger Faktor sei vor allem das Engagement der Mitarbeitenden gewesen.

Räume schaffen – Sinn stiften
Zweck der Stiftung Schönau ist es, kirchliches Bauen und Pfarrstellen zu finanzieren. Die Erlöse werden durch die Vergabe von Erbbaurechten, Vermietung und Verpachtung sowie aus Forstwirtschaft und Immobilienfonds erwirtschaftet. Die Stiftung erhält damit nicht nur Kirchenräume, sondern stiftet durch ihr verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln darüber hinaus vielfältigen gesellschaftlichen Nutzen. Das Motto des Jahresberichts „Räume schaffen – Sinn stiften“ greift diese Thematik auf. So stellt das Unternehmen mit über 13.000 Erbbaurechtsverträgen sowie mit dem Bau und der Vermietung von mehr als 900 Wohnungen dringend benötigten Wohnraum zu sozialverträglichen Konditionen vor allem in den badischen Zentren Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe und Freiburg zur Verfügung. Im Berichtsjahr abgeschlossen wurden das Neubauprojekt in den Heidelberger Campbell Barracks mit 38 Wohnungen sowie umfangreiche Wohnungssanierungen in Mannheim und Karlsruhe. Zahlreiche weitere sind im Bau oder in Planung, darunter ein klimafreundliches und nachhaltiges Wohnprojekt in Massivholzbauweise in Brühl.

Die Schöpfung bewahren
Eine besonders wichtige gesellschaftliche Bedeutung erhielt der der rund 7.600 ha große PEFC-zertifizierte und naturnah bewirtschaftete Stiftungswald während der Corona-Pandemie. Noch mehr Menschen als sonst nutzen ihn als Naherholungsraum sowie zum Stressabbau. Zwar mussten die waldpädagogischen Aktivitäten der Stiftung Schönau coronabedingt stark zurückgefahren werden, dafür wurde im Odenwald das Projekt „Roberner See“ initiiert, wo Jugendliche einen multifunktionalen Naturlernort ausgestalten sollen. Um den durch den Klimawandel stark geschädigten Wald auch für zukünftige Generationen zu erhalten, wird die Stiftung in den nächsten Jahren massiv investieren müssen. Für den Erhalt dieses wertvollen Ökosystems ist ein umfassender Umbau nötig.

Verhalten optimistischer Ausblick
Die Stiftung Schönau rechnet auch zukünftig mit schwierigen Rahmenbedingungen. „Die menschlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie werden uns noch länger begleiten. Dazu kommen die weiter steigenden Baupreise, anhaltend niedrige Zinsen und ein volatiler Holzmarkt. Die Erträge werden deshalb mittelfristig nicht in den Himmel wachsen“, schätzt Strugalla. Durch ihre gesunde und krisenfeste Aufstellung bleibe die Stiftung Schönau aber eine verlässliche Partnerin sowohl für Landeskirche und Kirchengemeinden als auch für die Menschen in der Region. „Durch unser verantwortliches Handeln werden wir auch weiterhin einen hohen gesellschaftlichen Nutzen stiften“, ist sich Strugalla sicher. Damit habe sich auch die Frage erledigt, ob eine kirchliche Stiftung Geld verdienen darf. Entscheidend sei vielmehr, was damit gemacht
werde. Bereits im Stiftungsgedanken ist verbindlich verankert, dass die Erlöse in eine lebenswerte
Zukunft reinvestiert werden.

Den kompletten Jahresbericht finden Sie hier.

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