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Neuigkeiten

13.09.2021 Außergewöhnliches Wohnbauprojekt der Stiftung Schönau in Brühl vereint Nachhaltigkeit, Wohnkomfort und...

Die Stiftung Schönau errichtet in Brühl auf rund 4.000 m² Grundfläche vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 39 Wohnungen in nachhaltiger Holzbauweise.

Das Projekt hat Ausnahmecharakter: Mit Beyer Weitbrecht Stotz + Partner (BWS), Partner und Partner Architekten, Hermann Kaufmann Architekten sowie roedig . schop architekten sind gleich vier renommierte Architekturbüros beteiligt. "Jedes Haus wurde von einem der Partner entworfen und trägt dessen unverwechselbare Handschrift", berichtet Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schönau. Dadurch entstehe ein buntes und lebendiges Quartier mit hoher Wohnqualität. Zusätzlich ist das Büro Element A Architekten aus Heidelberg für die Projektleitung und den Innenausbau verantwortlich.

Als vorbildlich gilt das umfassende Planungskonzept der Stiftung Schönau, das Nachhaltigkeit, Wohnkomfort und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen berücksichtigt. Die vier Häuser in ökologisch nachhaltiger Holzbauweise binden langfristig erhebliche CO₂-Mengen. Bei der Planung wurde der gesamte Lebenszyklus der Gebäude betrachtet, inklusive der „Grauen Energie“ bei der Baustoffproduktion, der Betriebs- sowie der Recyclingphase. Zur Wärmeversorgung der Gebäude werden PV-Anlagen und Wärmepumpen eingesetzt, die weitgehend CO₂-neutral arbeiten. Recycling-unfreundliche Kompositbaustoffe werden vermieden. Die Stiftung Schönau bildet beim Bau den regionalen Kreislauf vom Baum aus eigenem, nachhaltig bewirtschaftetem Stiftungswald bis zum fertigen Gebäude ab.

 

Auch an soziale Nachhaltigkeit wird gedacht. Holz schafft als natürlicher, atmungsaktiver sowie wärme- und feuchtigkeitsregulierender Baustoff eine hohe Wohnqualität. Der Einsatz vorgefertigter Holzbauteile führt zu deutlichen Kostensenkungen und damit zu bezahlbarem Wohnraum. Die mit Holz erreichbaren minimalen Dämmstärken sparen weitere Baukosten und schaffen zusätzliche Wohnfläche. Für eine hohe Nutzerfreundlichkeit werden die Wohneinheiten barrierefrei beziehungsweise barrierearm und teilweise als „Schaltwohnungen“ mit flexiblem Grundriss ausgestaltet.

 

Und die Rendite? Das Holzbauprojekt Brühl verbindet ökologische und soziale Nachhaltigkeit mit der notwendigen Wirtschaftlichkeit. Trotz aufwendiger, mehrstufiger Planung zur Evaluierung der Nachhaltigkeitsziele sind die Renditen auskömmlich. Das müssen sie auch sein, schließlich muss die Stiftung Schönau zur Erfüllung ihres Stiftungszweckes Erträge erwirtschaften.

30.08.2021 Blühende Landschaften in Kirchheim

Stiftung Schönau und IB Baden kooperieren bei der Ausbildung förderbedürftiger Jugendlicher

Die in voller Pracht stehende Blühwiese im Kirchheimer Weg 16 südlich des Heidelberg Innovation Parks ist das sichtbarste Zeichen einer Kooperation der Stiftung Schönau mit dem Internationalen Bund (IB) Baden, der dort Jugendliche mit Förderbedarf zu Gartenbaufachwerker/innen ausbildet. Die Stiftung stellt dem IB Baden knapp 5.000 Quadratmeter des drei Hektar großen Geländes zu einem moderaten Mietpreis zur Verfügung, vorhandene Gebäude darf der IB kostenfrei nutzen. Im Gegenzug investiert der IB Baden in Grundstück und Gebäude und kümmert sich um die Verkehrssicherungspflichten. Auch die ökologisch wertvolle 200 qm große Blühwiese wurde von den Azubis im Rahmen ihrer Ausbildung angelegt und gepflegt. Das Saatgut stellte die Stiftung Schönau bereit.

Die Gartenfachbauwerker-Azubis des IB Baden und ihre BetreuerInnen Ausbilder Wolfgang Just (1.v.l.), Bereichsleiter Holger Zuber (3.v.l.) und Sozialpädagogin Linn Junker (1.v.r.) freuen sich über optimale Ausbildungsbedingungen auf dem Grundstück der Stiftung Schönau

Die Zusammenarbeit ist auf Zeit angelegt, denn perspektivisch plant die Stiftung Schönau dort den Bau moderner Mietwohnungen in Holzbauweise. "Mit zahlreichen nachhaltig angelegten Wohnbauprojekten schaffen wir bezahlbaren und dringend benötigten Wohnraum in den badischen Metropolregionen", stellt Vorstand Ingo Strugalla fest. Notwendig sei aber auch eine sorgfältige Planung, um den Ansprüchen von Stiftung, Stadt und BürgerInnen gerecht zu werden. "Unter Zeitdruck stehen wir im Kirchheimer Weg 16 nicht, zumal noch Fragen zum Baulandmanagement offen sind", meint Strugalla. Umso wichtiger sei eine sinnvolle Zwischennutzung des Geländes, denn während langer Planungsphasen verschandelten allzu oft Grundstücksbrachen und leerstehende Gebäude das Stadtbild. "Die Stiftung Schönau hat sich dagegen verantwortungsvolles und nachhaltiges unternehmerisches Handeln auf die Fahne geschrieben", betont Strugalla. Die Unterstützung des IB Baden und damit der Jugendlichen sei sowohl ökologisch als auch sozial nachhaltig. "Kommerzielle Interessen verfolgen wir dabei nicht, der Nachhaltigkeitsgedanke ist uns hier wichtiger."

 

Für den IB Baden ist die Kooperation mit der Stiftung Schönau ein Glücksfall. "Unsere Jugendlichen und unsere BetreuerInnen finden hier optimale Bedingungen für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss", meint IB-Bereichsleiter Holger Zuber. "Durch den Umbau des ehemaligen Wohngebäudes verfügen wir jetzt über helle Büros und Schulungsräume", ergänzt Sozialpädagogin Linn Junker. Zurzeit werden zwölf Jugendliche betreut, bis zu 15 wären möglich. Die Ausbildung wird von der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Darüber hinaus werden weitere zehn Auszubildende in Gartenbaubetrieben der Region mit Stütz- und Förderunterricht sowie sozialpädagogischen und psychologischen Angeboten unterstützt. Das Engagement der Jugendlichen und ihrer BetreuerInnen zahlt sich aus: „Alle drei Auszubildenden des letzten Abschlussjahrgangs haben ihre Prüfung bestanden und konnten mit unserer Unterstützung in feste Arbeitsverhältnisse vermittelt werden“, freut sich Ausbilder Wolfgang Just. "Wenn es nach uns ginge, würden wir möglichst lange hier bleiben", bringt es Zuber auf den Punkt.

 

Außer in Kirchheim bietet der IB Baden weitere Ausbildungsgänge für junge Menschen mit Förderbedarf in Heidelberg an, unter anderem zum/r Bau- und Metallmaler/in und zum/r Verkäufer/in. Der IB Baden vermittelt Freiwilligendienste, ist in der Jugendsozialarbeit aktiv und unterstützt Jugendliche mit Migrationshintergrund. Der IB ist mit über 14.000 Mitarbeitenden in 700 Standorten einer der größten gemeinnützigen Dienstleister der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Sein Leitsatz lautet "Menschsein stärken".

18.08.2021 Erfolgsprojekt "Baumhaus-Camp" im Wald der Stiftung Schönau geht in die nächste Runde

Vom 19. bis zum 28 August 2021 werden rund 60 Jugendliche im Wald der Stiftung Schönau in Michelbuch bei Neckarsteinach wieder ein vollständig bewohnbares Baumhaus bauen. Das Thema des Camps: Eine #Neuland.Entdeckungs.Reise lädt ein zum neuen Aufbruch, besonders nach dem Corona-Winter. Nach der überwältigenden Resonanz in den letzten Jahren entsteht am neuen Platz mit neuen Herausforderungen nach einer Pause wieder ein Baumhaus.

Baumhaus-Camp – das sind 200 Baumstämme, 10 Kilometer Seil, 25 Kilo Nägel, 200 Quadratmeter Bretter. Anders gesagt: Eine abenteuerliche Mischung aus Scout-Techniken, Wald- und Erlebnispädagogik, Hochseilelementen und verrücktem Sommerfreizeit-Feeling.

Das 2019 gebaute Baumhaus verdeutlicht die Dimensionen des Bauwerks

Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 30 Jahren lernen den Lebensraum Wald auf ganz unmittelbare Weise kennen. In einer Höhe von bis zu 16 Metern über dem Waldboden bietet das Baumhaus mit acht Plattformen Platz zum Schlafen, Kochen und Zusammenleben.

 

Werte (er-)leben

 

"Das Baumhaus-Camp versteht sich als innovatives kirchliches Projekt - die Teilnehmenden bilden eine christliche Gemeinschaft. Allerdings ist das Projekt interkonfessionell angelegt", erläutert Göran Schmidt, Leiter des Baumhaus-Camps. Die geistlichen Inhalte werden niederschwellig und offen angeboten. Das authentische Vorleben christlich-ethischer Werte stehe im Mittelpunkt, so Schmidt. Die Antwort auf die Frage, was das Leben lebenswert macht, zieht sich wie ein roter Faden durch die Tage. Die Jugendlichen erleben Werte wie Verantwortung, Vertrauen, Treue und Solidarität ganz praktisch, mit Kopf, Herz und Hand. Darüber hinaus ist das Camp eingebunden in die Arbeit des CVJM Baumhauscamp e.V. im wald- und erlebnispädagogischen Zentrum "Forsthaus Michelbuch" und Teil der Bewegung von Fresh Expression of church, bei der Kirche als Startup neu entsteht, für neue Ziel- und Milieugruppen, die von "klassischen" Angeboten von Kirche nicht mehr erreicht werden.

 

Stiftung Schönau unterstützt Baumhaus-Camp

 

Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schönau, begründet das Engagement der Stiftung: "Wir unterstützen das Baumhaus-Camp seit 2015 und stellen unseren Wald, Materialien und die Logistik zur Verfügung. Anliegen der Stiftung Schönau ist es, Kindern und Jugendlichen den Lebensraum Wald näherbringen und seine Bedeutung für uns Menschen und unsre Gesellschaft ins Bewusstsein rufen." Die Stiftung selbst hat sich in den vergangenen Jahren als Experte für Waldpädagogik etabliert. Knapp 10.000 Teilnehmende haben von 2014 bis 2019 das waldpädagogische Angebot der Stiftung genutzt.

Veranstalter des Camps ist die Evangelische Jugend im Kirchenbezirk Karlsruhe-Land, Region Karlsbad-Waldbronn in Kooperation mit dem CVJM Baumhauscamp e.V.

 

Daten und Fakten Baumhaus-Camp 2021

 

/ Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind zwischen 14 bis 30 Jahre alt

/ Insgesamt 30 Teilnehmer und 30 Betreuer (wechselnd)

/ Zur Konstruktion: 6 Plattformen werden errichtet, die maximale Höhe liegt bei 12 Metern

/ Dafür genutzt werden ca. 200 Baumstämme (aus dem Wald der Stiftung), ca. 16 km Seil, 25 kg Nägel, 200 m² Bretter

/ es gibt wie auch 2016 eine frei schwingende Riesenschaukel (mega swing) und eine Rutsche an einer Stahlseilbahn (flying fox)

/ Das Baumhaus bleibt nach Ende des Camps drei Jahre stehen, im Herbst werden lediglich die Dachplanen entfernt.

 

Das Baumhaus kann dann über die Homepage www.baumhauscamp.org von Interessierten angemietet werden.

21.07.2021 Erbbaurechte vorzeitig verlängern

Bei 22 Prozent aller deutschen Erbbaurechtsgeber laufen bis 2030 Verträge in großem Umfang aus. Eine zweite Welle ist von 2040 bis 2060 zu erwarten. Das ergab eine Studie des Deutschen Erbbaurechtsverbands e. V. Er rät Erbbaurechtsnehmern und -gebern dazu, möglichst frühzeitig die Vertragsverlängerung anzustoßen.

Die Erbbaurechtsverträge, die in den nächsten Jahren auslaufen, wurden zum Großteil nach dem zweiten Weltkrieg abgeschlossen, um unter anderem Geflüchteten die Bildung von Wohneigentum zu ermöglichen. Wenn sie nun enden, erhalten die Erbbaurechtsnehmer eine Entschädigung für das Gebäude – üblicherweise in Höhe von zwei Dritteln des Verkehrswertes zum Zeitpunkt des Vertragsablaufs.

"Das möchten die meisten Erbbaurechtsnehmer aber nicht", weiß Ingo Strugalla, Vizepräsident des Deutschen Erbbaurechtsverbandes, aus seiner Erfahrung als Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schönau, die mit rund 13.000 Verträgen bundesweit zu den größten Erbbaurechtsgebern zählt. "Wir raten deshalb dazu, frühzeitig das Gespräch mit dem Erbbaurechtsgeber zu suchen. Das gibt Planungssicherheit und kann sich finanziell für den Erbbaurechtsnehmer auszahlen."

 

Denn: Viele Erbbaurechtsgeber haben größere Verhandlungsspielräume, wenn sie die Verträge vorzeitig verlängern. Das ist jederzeit während der Vertragslaufzeit möglich. Dabei wird der künftige Erbbauzins üblicherweise anhand des aktuellen Grundstückswerts, des derzeitigen Erbbauzinses, des Verlängerungszeitraums und der Restlaufzeit neu berechnet. Der neue Erbbauzins gilt ab dem Zeitpunkt der Vertragsverlängerung.

 

"Natürlich können die Verträge auch kurz vor Ablauf noch verlängert werden. Der Erbbauzins wird dann ebenfalls auf Basis des aktuellen Grundstückswertes berechnet. Er fällt aufgrund der kurzen Restlaufzeit des alten Vertrags aber meist höher aus als bei einer vorzeitigen Verlängerung", sagt Ingo Strugalla.

 

Auf großen Erbbaurechtsgrundstücken kommen auch Nachverdichtungen infrage, wenn die Verträge neu verhandelt werden. Dabei werden die Grundstücke geteilt, sodass mehrere Häuser darauf errichtet werden können. Dadurch kann sich der neue Erbbauzins erheblich verringern. Denn viele Grundstücke, die in den 1950er- und -60er-Jahren vergeben wurden, sind sehr groß, weil die Gärten für die Selbstversorgung mit Obst und Gemüse genutzt wurden.

 

Über den Deutschen Erbbaurechtsverband

 

Der Deutsche Erbbaurechtsverband e. V. wurde 2013 gegründet. Er ist ein Zusammenschluss aus namhaften Erbbaurechtsausgebern, die bundesweit einen erheblichen Anteil der im Erbbaurecht ausgegebenen Flächen repräsentieren, sowie Dienstleistern der Branche. Der Deutsche Erbbaurechtsverband versteht sich als universeller Ansprechpartner zum Thema Erbbaurecht. Er ist unabhängig, parteipolitisch neutral und nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet. www.erbbaurechtsverband.de 

27.05.2021 Knappes Holz und hohe Preise – goldene Zeiten für Waldbesitzer und Sägewerke?

Weltweiter Bauboom treibt Bauholzpreise – Waldbesitzer profitieren nur begrenzt

Erst Sand und Stahl, jetzt das Holz: Baustoffe werden knapp und damit teuer. Der Holzmarkt hat sich damit in kurzer Zeit grundlegend gewandelt. Jahrelang hatten Trockenheit und Borkenkäferbefall für ein massives Überangebot und niedrige Erlöse für Rundholz aus dem Wald und Schnittholz, also verarbeitetes oder veredeltes Holz aus den Sägewerken, gesorgt. Diese Entwicklung hatte auch der Stiftung Schönau aus Heidelberg, mit rund 7.600 ha größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg, schwer zugesetzt.

Wegen des weltweiten Baubooms ist nach jahrelangem Überangebot auch in Deutschland der Baustoff Holz knapp geworden

Waldbesitzer profitieren nur begrenzt

 

Seit einigen Monaten sind die Überkapazitäten jedoch Geschichte, Holz ist wie andere Baustoffe sehr gefragt. "Wir sind erleichtert, dass die Preise nicht mehr ins Bodenlose fallen und sich der Holzeinschlag wieder einigermaßen rechnet", freut sich Frank Philipp, Abteilungsleiter Forst bei der Stiftung Schönau. Die Waldbesitzer profitieren allerdings nur sehr begrenzt von den höheren Preisen. So liegen die aktuellen Erzeugerpreise für Rundholz immer noch unter dem Niveau des Jahres 2017.

 

"In den vergangenen beiden Jahren war über die Hälfte unseres Holzeinschlages minderpreisiges Käferholz", berichtet Philipp. Eine prekäre Situation für viele Waldbesitzer, auch für die Stiftung Schönau. Die Erlöse aus der Bewirtschaftung ihres Waldes fließen in den Stiftungszweck, die Finanzierung kirchlichen Bauens und von Pfarrstellen im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden. Aufgrund von Trockenheit und Käferbefall konnte der Geschäftsbereich Forst in den vergangenen beiden Jahren dazu allerdings keinen positiven Beitrag leisten. Erlösmindernd wirken sich auch die massiven Investitionen der nächsten Jahrzehnte aus, um den Wald vor den Folgen des drohenden Klimawandels zu schützen.

 

Bauboom treibt Holznachfrage

 

Für die gestiegenen Preise macht Steffen Häußlein, Geschäftsführer bei den Holzwerken Ladenburger, vor allem den weltweiten Bauboom verantwortlich, der sich mit Beginn der Corona-Pandemie noch verstärkt hatte: "Anfangs überlagerte sich die rasant gestiegene Nachfrage noch mit dem Überangebot aus der Borkenkäfer-Kalamität. In Europa waren von 2015 bis 2020 insgesamt 200 Millionen Festmeter Schadholz angefallen. Diese Kapazitäten sind jetzt aufgebraucht." Ladenburger ist mit 800 Mitarbeitenden und einer jährlichen Produktionskapazität von 800.000 m³ Schnittholz eines der führenden holzverarbeitenden Unternehmen in Europa.

 

Exporte nur begrenzt für Preisanstieg verantwortlich

 

Die wachsende Nachfrage führt auch in Deutschland zu Engpässen beim Holz und steigenden Preisen. Anders als in manchen Medien plakativ dargestellt, ist dafür aber kein übermäßiger Export in Länder wie die USA und China verantwortlich. Der sei zwar bis 2020 stark angestiegen, aber: "Rundholz wird nur exportiert, wenn es in Deutschland nicht verarbeitet werden kann. Die extrem große Menge Schadholz konnte von den deutschen Sägewerken auch unter voller Ausschöpfung ihrer Kapazitäten nicht mehr bewältigt werden", meint Joachim Prinzbach, Sprecher des Vorstandes der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Schwarzwald. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Export von Rundholz seit einigen Monaten wieder stark rückläufig. Beim Schnittholz ist der Exportanteil laut Prinzbach mit durchschnittlich 20 % mehr oder weniger konstant. Kurzfristig höhere Exporte beispielsweise in die USA könnten durch erhöhte Produktionskapazitäten aufgefangen werden.

 

Regional und nachhaltig

 

Angesichts der Holzknappheit und volatilen Exportmärkten setzen immer mehr Waldbesitzer und Holzverarbeiter auf eine regionale und nachhaltige Vermarktung "Als familiär geführter Mittelständler sind uns gewachsene regionale Kundenbeziehungen wichtiger als kurzfristige Exporterlöse aus einem heißgelaufenen Holzmarkt", betont Häußlein. Mit der Stiftung Schönau haben die Holzwerke Ladenburger deshalb einen langfristigen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Von stabilen Preisen und festen Lieferzusagen profitieren beide Partner. Für die Stiftung Schönau schließt sich damit ein weiterer Kreis: eigenes Holz aus den nachhaltig bewirtschafteten Stiftungswäldern wird regional und umweltfreundlich verarbeitet und soll auf kurzen Transportwegen künftig auch für Wohnbauprojekte der Stiftung eingesetzt werden. Die Bewahrung natürlicher Ressourcen und der langfristige Erhalt des Stiftungsvermögens ist seit Gründung der kirchlichen Stiftung Schönau vor mehr als 460 Jahren fest im Stiftungszweck verankert.

26.04.2021 Wohnen in der Wiehre: Richtfest in der Freiburger Goethestraße

Stiftung Schönau baut 17 Wohnungen mit zusätzlichen Büro- und Gewerbeflächen

Der Bau neuer Wohnungen in der Wiehre geht zügig voran. Die Heidelberger Stiftung Schönau feierte am 16. April Richtfest für zwei Wohn- und Geschäftshäuser mit insgesamt 17 Mietwohnungen und fünf Büro- bzw. Gewerbeeinheiten im Eckbereich von Goethestraße und Kronenstraße. Die Fertigstellung der Gebäude ist für das Frühjahr 2022 geplant. Das Einweihen des fertigen Rohbaus übernahm Adalbert Gaus vom Bauunternehmen Koch-Voegele GmbH. "Vor Feuer, Wasser und Not beschirm dieses Haus in Gnaden der liebe Gott", lautete sein Richtspruch.

Für Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schönau, ist das Wohnprojekt richtungsweisend: „Als Unternehmen der Evangelischen Landeskirche in Baden haben wie den Anspruch, nachhaltige und zukunftsorientierte Lebensräume zu schaffen. Mit dem Projekt in der Wiehre setzt die Stiftung Schönau einen städtebaulich markanten und zugleich integrierenden Akzent für Freiburg.“ Beim Richtspruch anwesend waren auch Alexander Jakob von der Stiftung Schönau, Carina Larsson vom Bauherrenvertreter albrings + müller ag, Henning Eisenberg und Charlotte Rumme von Zeller | Eisenberg architekten gmbh, Erwin Fuisz von ERNST² Architekten. Wegen der Corona-Pandemie konnte das Richtfest nur im kleinsten Kreis stattfinden.

 

Modernes Wohnquartier

 

Im fünfgeschossigen Winkelbau entlang der Kronenstraße und im freistehenden viergeschossigen Stadthaus zur Goethestraße entstehen großzügige Zwei- bis Vierzimmerwohnungen sowie Gewerbe- und Büroflächen, unter anderem eine Bäckerei. Die Wohnungen ermöglichen unterschiedliche Nutzungen und flexible Wohnformen. Der offene Wohnhof zwischen den Gebäuden ist als grüne Oase geplant und beherbergt zudem einen großzügigen Kinderspielplatz für die Bewohner des Objekts. "Trotz der komplexen Bausituation ist es uns gelungen, zwei Wohnungen im preisgedämpften Segment zur Verfügung zu stellen.", unterstreicht Strugalla. "Als kirchliche Stiftung sind wir uns unserer sozialen Verantwortung bewusst."

 

Preisgekrönte Architektur

 

Die städtebauliche Planung basiert auf einem Entwurf des Büros Zeller | Eisenberg-Architekten, das im Jahr 2014 als einer der beiden Sieger aus dem von der Stiftung Schönau ausgelobten Architektenwettbewerb hervorging. Die komplexe Aufgabenstellung der Übergangslage zwischen den nördlich der Dreisam gelegenen Innenstadtbereichen und den historisch gewachsenen Wohngebieten entlang der Goethestraße wurde beeindruckend gemeistert. So grenzt der fünfgeschossige Winkelbau das Plangebiet zu Kronen- und Lessingstraße ab und schützt das Quartier gleichzeitig vor Verkehrslärm. Das freistehende Stadthaus schafft den Übergang zur historischen Struktur der Goethestraße, wobei dessen Vorgartenzone ebenso wie die Ausbildung eines Hochparterres die charakteristischen Merkmale der vorhandenen Wohngebiete aufnimmt.

22.04.2021 Tag des Baumes: Wälder immer mehr von Müll bedroht

Stiftung Schönau appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Waldbesucher

Am 25. April wird in Deutschland seit 1952 jedes Jahr der "Tag des Baumes" begangen. Waldbesitzer, Verbände und Kommunen machen an diesem Tag mit vielfältigen Aktionen auf die Bedeutung der Bäume und Wälder für unsere Gesellschaft aufmerksam. Durch die Corona-Pandemie ist der Stellenwert des Waldes noch weiter gestiegen, da andere Erholungsmöglichkeiten nur begrenzt verfügbar sind. Die steigenden Besucherzahlen bringen aber auch Probleme mit sich. Die Stiftung Schönau weist zum des "Tag des Baumes" auf die steigende Vermüllung unserer Wälder hin.

Nicht nur Försterin Imke Beck von der Stiftung Schönau bereitet die zunehmende Vermüllung der Wälder Sorge

Wälder sind von Müll bedroht

 

"Fernsehgeräte, Nähmaschinen, Bauschutt. Wir haben schon alles in unseren Stiftungswäldern gefunden", berichtet Försterin Imke Beck von der Stiftung Schönau. Seit letztem Jahr steige jedoch die Menge des illegal entsorgten Mülls spürbar an. "Immer mehr Waldbesucher werfen vermeintliche Kleinigkeiten wie leere Glasflaschen, Kaffeebecher oder Plastiktüten einfach in den Wald oder lassen sie unachtsam fallen", beobachtet Beck. Das störe nicht nur die zahlreichen naturliebenden Waldbesucher, die sich sorgsam und verantwortungsvoll zeigen. Für das Ökosystem Wald ist diese Wegwerfmentalität eine ernste Bedrohung. Je nach Material kann einige tausend Jahre dauern, bis der Müll abgebaut ist. Damit stört er das empfindliche Gleichgewicht im Wald. So benötigt eine handelsübliche PET-Flasche 450 Jahre bis zum vollständigen Abbau, Styropor gar 6.000 Jahre. Beim Zerfall entsteht Mikroplastik, das sich im Wasser und am Ende in unserer Nahrung wiederfindet. Batterien, Zigarettenkippen und Elektrogeräte vergiften zudem das Grundwasser und bedrohen Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen.

 

Appell an die Waldbesucher

 

Um die Waldbesucher auf die Müllproblematik aufmerksam zu machen und zum Handeln anzuregen, startet die Stiftung Schönau deshalb eine Kampagne. Dabei will die den Menschen nicht mit erhobenem Zeigefinger daherkommen. "Wir wollen die Waldbesucher auf das empfindliche Ökosystem Wald aufmerksam machen und an die soziale Verantwortung jedes Einzelnen appellieren", meint Christine Flicker von der Stiftung Schönau. Dazu sollen Informationsbroschüren erstellt und Hinweistafeln an zentralen Stellen aufgestellt werden. Die Botschaften sollen zum Schmunzeln anregen und die Waldbesucher zum Mitmachen animieren. "Kein Müll mehr in der Landschaft, das ist eine schöne Vorstellung. Jeder kann ganz einfach dazu beitragen, indem er den eigenen Müll richtig entsorgt und fremden Müll einsammelt.", wünscht sich Försterin Beck von den Waldbesuchern.

 

Nachhaltiges Handeln

 

Die Stiftung Schönau bewirtschaftet insgesamt rund 7.500 Hektar Wald im Odenwald, Schwarzwald sowie im Kraichgau und ist damit die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Die Stiftung sieht sich deshalb in einer besonderen Verantwortung, die naturnah bewirtschafteten und PEFC-zertifizierten Wälder zu erhalten und den Menschen in der Region als Schutz- und Erholungsraum zur Verfügung zu stellen. Jährlich werden über 100.000 Euro in den Erhalt des weitläufigen Wegenetzes investiert. Auf rund 74 Hektar Wald erhält die Stiftung Schönau wertvolle Biotope und verzichtet dafür bewusst auf einen Teil ihrer Erlöse. Die geplante Kampagne zur Müllproblematik im Wald soll ein weiterer Baustein sein, die Stiftungswälder auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.

 

Wälder sind wertvoll

 

Die Bedeutung unserer Wälder kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: Jeder Baum produziert tagtäglich gute Luft, sauberes Wasser und bindet klimaschädliches Kohlendioxid. Ein Hektar Wald bindet jährlich rund zehn Tonnen CO2 und filtert 50 Tonnen Ruß und Staub aus der Atmosphäre. Die kühle und saubere Luft fließt in unsere Städte und Gemeinden zurück. Niederschläge werden durch Bäume gereinigt und in das Grundwasser geleitet, anstatt nutzlos an der Oberfläche abzufließen. Nicht zuletzt spielen Wälder eine herausragende Rolle für die Freizeit und Gesundheit vieler Menschen. Sie bieten attraktive Ausflugsziele mit Ruhe und vielfältigen Waldeindrücken sowie die Möglichkeit zu zahlreichen sportlichen Aktivitäten.

18.03.2021 Erste Mieter in Campbell eingezogen:

"Wir wohnen jetzt in unserer Traumwohnung"

Komfortables und gleichzeitig bezahlbares Wohnen im Herzen der Heidelberger Südstadt - das ermöglicht die Stiftung Schönau auf den Konversionsflächen der Campbell Barracks. Sie hat dort drei Wohnhäuser mit insgesamt 38 Wohnungen errichten lassen, 32 davon im preisgedämpften Segment. Nach der offiziellen Schlüsselübergabe durch das Bauunternehmen im Dezember 2020 ziehen jetzt die ersten Mieter ein.
Die Mission der Stiftung Schönau lautet "Räume schaffen - Sinn stiften". Das gilt nicht nur für die Unterstützung kirchlichen Bauens im Rahmen ihres Stiftungszweckes. Auch die Vergabe von Erbbaurechten und die Schaffung von attraktivem und bezahlbarem Wohnraum vor allem in den badischen Metropolen steht unter diesem Motto.

Fühlen sich wohl in ihrer neuen Wohnung: Nadine Ipolt und Alexander Liguda sind als eine der Ersten in den Neubau der Stiftung Schönau eingezogen

Doch ist diese Mission erfolgreich? Am besten beurteilen können das die Kunden der Stiftung. Christine Flicker von der Stiftung Schönau sprach deshalb mit Nadine Ipolt und Alexander Liguda. Die beiden Heidelberger aus Kirchheim sind als erste Mieter in die John-Zenger-Straße eingezogen. Alexander Liguda arbeitet als Ingenieur an der Konstruktion medizintechnischer Geräte und Nadine Ipolt als kaufmännische Mitarbeiterin bei der Heidelberger Bergbahn.

 

Flicker: Sie sind als eine der ersten Mieter in die Neubauten der Stiftung Schönau auf den Campbell Barracks eingezogen. Wie fühlen Sie sich?

 

Ipolt: Wir sind überglücklich! Die Wohnung ist perfekt für uns. Es ist hell, die Wohnung ist groß und gemütlich, hat eine tolle Raumaufteilung und ist modern ausgestattet. Und wir freuen uns auf das Wohnen im neuen Stadtteil, der hier entsteht.

 

Liguda: Für uns hat das Jahr 2021 perfekt angefangen, denn wir wohnen jetzt in unserer Traumwohnung. Natürlich ist noch nicht alles fertig eingerichtet. Es hängen noch nicht alle Lampen und die Küche wird im Mai geliefert. Aber wir fühlen uns hier jetzt schon pudelwohl. Selbst die Großbaustelle draußen macht uns nichts aus. Die Fensterscheiben sind supergut gedämmt, sodass ich selbst im Homeoffice völlig störungsfrei arbeiten kann. Ich persönlich finde es sehr spannend, als einer der ersten hier hautnah mitzuerleben, wie unser neuer Stadtteil wächst und sich nach und nach entwickelt.

 

Flicker: Wie sind Sie denn auf unser Wohnungsangebot aufmerksam geworden?

 

Liguda: Beim Spazierengehen. Als Kirchheimer "Nachbarn" waren wir wie viele andere Heidelberger mit großer Neugier in den Campbell Barracks unterwegs. Schon während der Bauzeit sind uns die schönen Gebäude aufgefallen. Nie im Leben hätten wir damals damit gerechnet, jetzt darin zu wohnen. Verkauf als Eigentumswohnung, zu hohe Miete, haben wir gedacht. In Heidelberg ist es nicht ganz einfach, eine schöne und bezahlbare Wohnung zu bekommen.

 

Ipolt: Ich hatte sogar ein paar schlaflose Nächte. Die Wohnanlage und das, was man von den Wohnungen von draußen erkennen konnte, hat mir so gut gefallen, dass ich richtig traurig war. Denn auch ich hätte nie gedacht, dass wir die Wohnung bekommen würden.

 

Flicker: Aber dann hat es ja doch noch geklappt. Wie kam es dazu?

 

Liguda: In der Rhein-Neckar Zeitung erschien ein Bericht über die Fertigstellung der Gebäude und den Beginn der Vermietung mit Link zur Online-Bewerbung. Da haben wir uns spontan entschieden, unser Interesse an einer der Wohnungen zu bekunden. Die vielen Informationen, Fotos und Videos auf der Homepage der Stiftung haben uns erst recht davon überzeugt, dass das unsere Traumwohnung werden könnte.

 

Ipolt: Vom Ablauf der Vermietung waren wir sehr angetan. Ende Dezember haben wir uns beworben, im Januar die Wohnung besichtigt und die Zusage bekommen und Mitte Februar die Schlüssel zur Wohnung. Der Kontakt mit der Stiftung war dabei immer freundlich und professionell. In diesem Fall hat wirklich alles zusammen gepasst.

 

Flicker: Die Campbell Barracks werden oft als „neuer Mittelpunkt“ der Heidelberger Südstadt bezeichnet. Welche Erwartungen haben Sie an ihr neues Quartier?

 

polt: Wir freuen uns sehr darauf, hier zu wohnen. Für junge Familien ist dieser Ort ideal. Wir können in einer schönen Wohnung unsere Privatsphäre genießen. Gehen wir aber vor die Tür, sind wir sofort in eine Gemeinschaft mit vielen Gleichgesinnten integriert. Das urbane Umfeld mit dem großzügigen Park und den vielen Kulturangeboten ermöglicht vielfältiges Leben. Die Bahnstadt gefällt uns zwar auch gut. Die Südstadt ist aus unserer Sicht aber großzügiger geplant und mit dem Mix aus Alt- und Neubauten ein Stück weit attraktiver.

 

Liguda: Wir mussten nicht unbedingt jetzt eine neue Wohnung suchen. Aber im Zuge der zukünftigen Familienplanung haben wir uns schon länger darüber informiert, was und wie in Heidelberg neu gebaut wird. Die Südstadt mit den Campbell Barracks gefällt uns mit der Mischung aus Wohnungen, Gewerbe und Kulturangeboten am besten. Allein der benachbarte Karlstorbahnhof wird ein Magnet für alle Heidelberger werden, genauso wie die Parkanlage um den ehemaligen Paradeplatz. Übrigens ist uns unser Wohnort schon länger bekannt. Auf einem Foto vom deutsch-amerikanischen Freundschaftsfest 2016 stehen wir vor dem Riesenrad. Genau an dieser Stelle wohnen wir jetzt. Ob das ein Zufall war?

 

Flicker: Frau Ipolt, Herr Liguda, ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche Ihnen alles erdenklich Gute in Ihrer neuen Wohnung!

01.03.2021 Modernes Wohnen in der Wiehre: Grundsteinlegung in der Freiburger Goethestraße

Stiftung Schönau baut 17 Wohnungen mit zusätzlichen Büro- und Gewerbeflächen

Wohnen und Leben in einem der schönsten Stadtteile Freiburgs: Die Stiftung Schönau aus Heidelberg baut in Freiburg-Wiehre nahe der Dreisam im Eckbereich von Goethe- und Kronenstraße zwei Wohn- und Geschäftshäuser mit 17 Mietwohnungen sowie fünf Büro- und Gewerbeeinheiten. Für das städtebaulich markante Gebäudeensemble wurde am 25. Februar symbolisch der Grundstein gelegt. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste der ursprünglich für den Baubeginn im März 2020 geplante Festakt verschoben werden. Die Fertigstellung der Gebäude ist für das Frühjahr 2022 geplant.

 

Obwohl der Baufortschritt beachtlich ist, erfolgte die symbolische Grundsteinlegung für die beiden Wohn- und Geschäftshäuser in der Freiburger Goethestraße coronabedingt erst jetzt und in kleinem Kreis. Alexander Jakob von der Stiftung Schönau, Carina Larsson vom Bauherrenvertreter albrings + müller ag, sowie Charlotte Rummel und Henning Eisenberg von Zeller | Eisenberg archikten gmbh waren dabei, als der Freiburger Steinmetz Lars Luther den Grundstein im Untergeschoß im Mauerwerk befestigte.

 

Der Grundstein enthält neben Informationen zum Standort, zur Stiftung Schönau, Plänen und Informationen zum Bauprojekt eine tagesaktuelle Zeitung sowie Münzen und Geldscheine. Außerdem liegt ein Jahresbericht der Stiftung bei. Für Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der Stiftung, ist das Wohnprojekt richtungsweisend: "Als Unternehmen der Evangelischen Landeskirche in Baden haben wie den Anspruch, nachhaltige und zukunftsorientierte Lebensräume zu schaffen. Mit dem Projekt in der Wiehre setzt die Stiftung Schönau einen städtebaulich markanten und zugleich integrierenden Akzent für Freiburg."

 

Die Stiftung Schönau mit Sitz in Heidelberg ist ein Immobilienunternehmen. Sie besitzt rund 850 Wohn- und Gewerbeeinheiten in den badischen Zentren Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe und Freiburg. In den kommenden Jahren sollen durch Zukauf und Neubau 700 neue Wohnungen den derzeitigen Bestand auf insgesamt nahezu verdoppeln. Zum einen schafft die Stiftung damit Wohnraum im angespannten regionalen Wohnungsmarkt der badischen Metropolen, zum anderen sichert sie damit künftige Mieteinnahmen, um ihren Stiftungszweck zu erfüllen. Dieser besteht im Wesentlichen darin, kirchliches Bauen und Pfarrstellen in Baden zu finanzieren.

 

Bedingt durch die Corona-Pandemie musste der ursprünglich für den Baubeginn im März 2020 geplante Festakt verschoben werden. Die Fertigstellung der Gebäude ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Modernes Wohnquartier

 

Im fünfgeschossigen Winkelbau entlang der Kronenstraße sind Zwei- bis Dreizimmerwohnungen und eine Maisonettewohnung sowie Gewerbe- und Büroflächen geplant, unter anderem eine Bäckerei. Die gleichberechtigten Zimmer in den Wohnungen ermöglichen unterschiedliche Nutzungen und flexible Wohnformen. Im freistehenden viergeschossigen Stadthaus zur Goethestraße werden großzügige Vierzimmerwohnungen realisiert, die voll und ganz das gewisse Etwas vom „Wohnen in der Wiehre“ widerspiegeln. Der offene Wohnhof zwischen den Gebäuden ist als grüne Oase geplant und beherbergt zudem einen großzügigen Kinderspielplatz für die Bewohner des Objekts. Die gärtnerische Ausprägung mit Gräsern, Stauden und Sträuchern lehnt sich an die vorhandenen Strukturen in der Wiehre an. Zwei der Wohnungen werden sozial gefördert sein. "Trotz der komplexen Bausituation ist es uns gelungen, immerhin zwei der Wohnungen im preisgedämpften Segment zur Verfügung stellen zu können.", so Strugalla. "Als kirchliche Stiftung sind wir uns unserer sozialen Verantwortung bewusst."

 

Preisgekrönte Architektur

 

Die städtebauliche Planung basiert auf einem Entwurf des Büros Zeller | Eisenberg-Architekten, das im Jahr 2014 als einer der beiden Sieger aus dem von der Stiftung Schönau ausgelobten Architektenwettbewerb hervorging. Die komplexe Aufgabenstellung der Übergangslage zwischen den nördlich der Dreisam gelegenen Innenstadtbereichen und den historisch gewachsenen Wohngebieten entlang der Goethestraße wurde beeindruckend gemeistert. So grenzt der fünfgeschossige Winkelbau das Plangebiet zu Kronen- und Lessingstraße ab und schützt das Quartier gleichzeitig vor Verkehrslärm. Das freistehende Stadthaus schafft den Übergang zur historischen Struktur der Goethestraße, wobei dessen Vorgartenzone ebenso wie die Ausbildung eines Hochparterres die charakteristischen Merkmale der vorhandenen Wohngebiete aufnimmt.